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Junger Forscher erhielt Best Paper Award

Ganz vorn dabei


Philipp Ertle stellt seine Forschungsergebnisse vor
Quelle: Katharina Kusche

Roboter, die unliebsame Haushaltsaufgaben übernehmen, Kaffee kochen oder gar putzen können, davon träumt die Menschheit seit langem. Philipp Ertle, akademischer Mitarbeiter der Hochschule Ravensburg-Weingarten, hat auf einer internationalen Roboterkonferenz in Magdeburg den ersten Preis für seinen Forschungsbeitrag bekommen, in dem es um die Vision eines Roboters geht, der sich selbstständig und sicher bewegen kann.

An Robotern, die eigenständig Bewegungsabläufe beeinflussen sollen, wird weltweit mit Erfolg geforscht. Maschinen können schon heute mehr und mehr Aufgaben eines Menschen übernehmen, doch immer wieder treten auch vielfältige Probleme auf. Welche Gefahren sogenannte autonome, also selbständige Roboter mit sich bringen könnten, untersuchen Wissenschaftler an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Federführend ist dabei in Zusammenarbeit mit der Hochschule Ulm ein Forschungsinstitut, das „ZAFH Autonome Mobilie Serviceroboter“.

Philipp Ertle forscht in seiner Doktorarbeit an der Hochschule in Weingarten und wird dabei von zwei Universitätsprofessoren betreut: Professor Dr. Holger Voos von der Universität Luxembourg und Professor Dr. Dirk Söffker von der Universität Duisburg-Essen. Auf der Internationalen Konferenz für Robotik und Sensorik in Magdeburg stellte der junge Forscher nun ein Konzept vor, mit dem autonome Roboter zunächst mit allgemeinem Sicherheitswissen ausgestattet werden. Die Maschine muss beispielsweise wissen, dass sie keine Plastik- oder Holzgegenstände auf heiße Herdplatten stellen darf, um Rauchvergiftungen oder schlimmstenfalls Hausbrände zu vermeiden oder dass sie Flüssigkeiten von Spannungsquellen fernhalten muss, um Stromschläge zu verhindern.

Text: Katharina Kusche und Philipp Ertle