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Qualitätsmanagement

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Erscheinungsdatum: 2014

Dreierspitze im Rektora
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Weingarten – seit dem 1. September 2014 besteht das Prorektorat aus einer Dreierspitze. Rund ein
Jahr nach der Amtseinführung erfolgt nun ein erstes Resümee. Campus NEWS hat sich mit Professorin Dr. Theresia Simon, Professor Dr. Michael Pfeffer und Professor Dr. Jörg Wendorff über erste wichtige Schritte im Amt und Zukunftsvisionen unterhalten.

»Der erste Meilenstein zur Systemakkreditierung ist geschafft.«
Professorin Theresia Simon

Frau Professorin Simon, mehr als ein Jahr ist seit Ihrer Wahl zur Prorektorin für Studium, Lehre und Qualitätsmanagement vergangen. Haben Sie sich gut eingelebt?

Simon:
Es war eine intensive Zeit, aber nach diesem Jahr kann ich sagen, dass ich im Job angekommen bin. Ich schätze die Vielfalt der Aufgabe und die abwechslungsreichen Fragestellungen, mit denen Studierende, Lehrende und die Verwaltung auf mich zukommen. Manchmal vermisse ich die Auseinandersetzung mit der eigenen Lehre und Forschung und hätte gerne mehr Zeit für die Vorbereitung meiner Lehrveranstaltungen.

Die Systemakkreditierung liegt Ihnen besonders am Herzen. Wie ist hier der Stand der Dinge?

Simon:
Der erste Meilenstein ist geschafft: Wir haben die Vorprüfung bestanden und sind nun im Hauptverfahren. Bereits im November findet dazu die erste Begehung durch die Gutachtergruppe statt. Ohne die Mithilfe vieler Hochschulmitglieder wäre dies nicht möglich gewesen. Ihnen gilt mein besonderer Dank. Unsere Bemühungen müssen wir jetzt beibehalten und dürfen nicht nachlassen. Ende nächsten Jahres wird sich dann zeigen, ob wir systemakkreditiert werden – und damit die Möglichkeit bekommen, die Entwicklung unserer Studiengänge autonomer zu gestalten.

Welchen Herausforderungen möchten Sie sich darüber hinaus in Ihrer kommenden Amtszeit  widmen?

Simon:
Nach der Systemakkreditierung hat für mich die Einführung einer neuen Campus-Management-Software eine hohe Priorität. Das bestehende System muss abgelöst werden.
Zudem ist es mir wichtig, die Kommunikation aller Hochschulmitglieder untereinander noch stärker zu fördern. Die im Oktober zum dritten Mal stattfindende Qualitätsmanagement-Werkstatt ist hier ein schöner Anlass, bei dem Studierende, Lehrende und die Verwaltung zwanglos aufeinandertreffen und Anregungen sowie neue Ideen miteinbringen. Außerdem müssen wir langfristig der zunehmenden Heterogenität der Studierenden Rechnung tragen. Leistungsstarke sollen weiter ermutigt, Studierende mit Problemen noch stärker unterstützt werden.

Herr Professor Pfeffer, Sie sind bereits sieben Jahre lang Prorektor. In Ihrer derzeitigen Amtszeit
bilden die Forschung, Internationales und Transfer Ihr Aufgabengebiet. Was ist aktuell die Herausforderung der Stunde?

Pfeffer:
In unserer Region herrscht derzeit insbesondere im Ingenieur- und Facharbeiter-, aber auch im Pflegebereich großer Fachkräftemangel.

Was macht die Hochschule Ravensburg-Weingarten, um dieser Herausforderung entgegenzutreten?

Pfeffer:
Hier wollen wir eine Doppelstrategie fahren: Einerseits möchten wir durch neue, den Herausforderungen der Zeit angepasste Studienangebote wie ‚Elektromobilität‘ oder ‚Technik-Entwicklung‘ mehr Fachkompetenz in der Region entwickeln. Andererseits setzen wir auf die Ausbildung ausländischer Studierender.

»Wir müssen die ausländischen Studierenden als Fachkräfte in der Region
halten.«
Professor Michael Pfeffer

Wie gelingt es Ihnen, die ausländischen Studierenden für die Hochschule zu gewinnen?

Pfeffer:
Ich reise gezielt in die Regionen, die bedeutsam für die Hochschule sind. Neben Indien sind das asiatische Staaten wie Malaysia oder Thailand. Dort haben sich viele baden-württembergische Unternehmen niedergelassen. Es handelt sich also um einen großen und interessanten Markt für uns, von dem die Hochschule sowie regionale Unternehmen durch Studierende aus diesen Ländern profitieren können.

Worin liegt die Herausforderung, ausländische Studierende auszubilden?

Pfeffer:
Viele ausländische Studierende kommen zum studieren nach Weingarten, aber gehen
zum arbeiten oft zu den namhaften Unternehmen wie Daimler oder BMW. Dabei brauchen auch
unsere mittelständischen Firmen gut ausgebildete Ingenieure. Um diese Fachkräfte bestmöglich
auszubilden und in der Region zu halten, braucht es neben einer guten Betreuung die Integration der
Studierenden: sie sollen sich mit der Region vertraut machen können. Die erfolgte Neugliederung
des internationalen Bereichs und die Einführung des Career-Service ist ein erster Schritt in die
richtige Richtung. Eines meiner Ziele für die kommende Zeit ist es, diesen Bereich zu etablieren.

Herr Professor Wendorff, was war ihre größte Herausforderung in einem Jahr Amtszeit als
Prorektor für Didaktik, Weiterbildung und Studentisches Leben?

Wendorff:
Bisher geht es für mich darum, mich in die vielseitigen interessanten Themenfelder einzuarbeiten. Das bedeutet ständiges Umdenken von einer Besprechung zur nächsten. Gleichzeitig ist es mir wichtig, meine Aufgaben im Studiengang Pflegepädagogik weiter wahrzunehmen. Diese Mischung macht den Arbeitsalltag interessant, ist aber auch herausfordernd.

Die Förderung der Kommunikation an der Hochschule ist eines Ihrer Ziele. Gibt es hier bereits
Fortschritte?

Wendorff:
Der hohe Arbeitseinsatz der Beschäftigten an unserer Hochschule hat oftmals zur Folge, dass die Kommunikation zu kurz kommt. Dabei wäre es eine Zeitersparnis, wenn mehr kommuniziert würde. Gerade heutzutage in schnelllebigen Zeiten ist es wichtig, sich zu kennen. so kann man auch in Konfliktfällen den direkten Weg suchen. Um Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit der Annäherung zu geben, habe ich die „Time for tea“ ins Leben gerufen. Leider war das Interesse an einer Teilnahme bisher relativ gering. Ich möchte das Projekt aber beibehalten.

»Kommunikation spart Zeit. Heutzutage ist es wichtig sich persönlich zu kennen. «
Professor Jörg Wendorff

Was sind andere geplante Projekte?

Wendorff:
Ich möchte von dem Studierendenwerk seezeit eine Cafeteria für alle Hochschulmitglieder im H-Gebäude einrichten lassen. Auch hier geht es mir wieder um den Punkt der Kommunikation: Es soll ein Ort geschaffen werden, an dem man aufeinandertrifft und ins Gespräch kommt. Beibehalten möchte ich auch die Mensa als Lernraum und die Veranstaltungen, die ich unseren Studierenden zu den Themen Lernen und Prüfungsstress anbiete. Zusätzlich möchte ich den Bereich der Hochschuldidaktik mit interessanten Angeboten für Lehrende zu aktuellen Fragestellungen ausbauen. Außerdem ist es mir ein Anliegen, zusammen mit der AWW die Fortbildungskonzepte für Berufstätige weiter zu entwickeln.

Simone Müller

Leitbild Workshop in der Akademie Weingarten
Quelle: Tove Simpfendörfer

Erscheinungsdatum: 2014

Leitbild-Entwurf ab sofort im QM-Portal

Handeln, Lehren und Forschen "in ethischer Verantwortung"


„Die überdurchschnittliche Qualität unserer Absolventinnen und Absolventen basiert auf der hohen Qualität in Lehre, Forschung und Weiterbildung.“ Diese Vision steht im Entwurf des Leitbild der Hochschule Ravensburg-Weingarten, das Professorinnen und Professoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende auf einem ganztägigen Leitbild-Workshop gemeinsam erarbeitet haben.

Das Leitbild verdeutlicht das Selbstverständnis aller Mitglieder der Hochschule. Enthalten sind die Mission, Vision sowie die Grundwerte,beispielsweise des „wertschätzenden Umgangs miteinander“. Zu den Werten gehört aber auch ein Handeln, Lehren und Forschen „in ethischer Verantwortung“ sowie die Berücksichtigung des „Grundsatzes der Nachhaltigkeit“.

Die Hochschule versteht sich als eine Hochschule, die „in der Region verankert“ und gleichzeitig“ international orientiert“ ist. Deswegen verwundert es nicht, dass auch der Grundsatz der Diversity zu den Werten gehört: „Wir fassen Vielfalt als Chance auf und fördern alle Mitglieder unserer Hochschule unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Religion und Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Identität.“

Entwickelt wurde das Leitbild, „an dem wir uns langfristig orientieren wollen“, in einer offenen Diskussionskultur und steht deshalb im QM-Portal: http://qm-portal.hs-weingarten.de.
Alle Mitglieder der Hochschule können ihren Kommentar abgeben. Weitere Infos bei Professorin Dr. Theresia Simon, Qualitätsbeauftragte: theresia.simon@hs-weingarten.de oder bei Prorektor Professor Dr. Franz Brümmer: bruemmer@hs-weingarten.de

Tove Simpfendörfer









Verantwortlich: Hakan Hayit, M.Sc.
Verantwortlich: Anja Schraff