Titel: Miteinander leben in unserer von Gegensätzen ...
Beschreibung: ... und Un-Fairness zerklüfteten Welt – Wie ist das möglich?
Menschenrechte und Nachhaltige Entwicklung als Orientierungsrahmen

Alle Menschen haben eine grundlegend verbindende und verbindliche Lebensbasis durch die gemeinsamen biologischen, psychischen und sozialen Grundbedürfnisse. Mit Hilfe dieser angeborener Grundbedürfnisse können Gegensätze und Konflikte überwunden werden. Und so ermuntert uns auch der Hirnforscher Joachim Bauer, trotz der Kriege und der weltweiten wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Konflikte auf das in allen Menschen von Natur aus angelegte kooperative Gen zu vertrauen.

Das Ziel der 1948 durch die Vereinten Nationen proklamierten Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist es, die Verwirklichung der Grundbedürfnisse zu fördern und deren Verletzung zu schützen. Zu deren ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Umsetzung hat die internationale Staatengemeinschaft auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992 in Rio de Janeiro das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung beschlossen.

Was dies für unser Miteinander lokal und global bedeutet, wird uns Professor Walz durch anschauliche Beispiele vermitteln. Frau Stephanie Wild wird uns dazu im Anschluss die Bedeutung der Menschenwürde als Grundperspektive für ein auf Vertrauen angelegtes Leben in demokratischen Gesellschaften erläutern; das Thema ihrer Bachelorarbeit im Studiengang Soziale Arbeit.

Prof. Dr. rer.soc. Hans Walz hat Theologie und Sozialwissenschaften studiert und 1980 an der Universität Konstanz promoviert. Von 1981 bis 2007 lehrte er an der Hochschule Ravensburg-Weingarten Soziologie und interkulturelle Soziale Arbeit/Ethik. Als Ethikbeauftragter der Hochschule bemühte er sich um die interdisziplinäre Vernetzung von Ethik und nachhaltiger Entwicklung. Sein Interesse für die soziale Arbeit mit Migranten führte ihn notwendig zur Implementierung von Menschenrechten und nachhaltiger Entwicklung in Forschung, Lehre und Praxis. Dabei vertiefte und erweiterte er durch zahlreiche Projekte, Vorträge und Publikationen im innereuropäischen Austausch das von Silvia Staub-Bernasconi (Berlin-Zürich) begründete Konzept „Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession“ um die Dimension der Nachhaltigen Entwicklung.

Stephanie Wild beendete im 2019 ihr Studium der Sozialen Arbeit mit einer sehr gut erarbeiteten Bachelor-Arbeit über „Die Vereinbarkeit von Folteranwendungen und Menschenrechten: Ein Vergleich zwischen Deutschland und den USA“ (Betreuer/Gutachter: 1. Prof. Dr. Dirk Heinz; 2. Prof. Dr. Hans Walz).
Datum: Mittwoch, 16.Oktober 2019
Dauer: von 18:00 bis 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: H002
Erstellt von: Barbara Griesinger